Vorbereitung auf die Bayerische Meisterschaft läuft

Im Herbst werden die Hofheimer Spielleute wieder an der Bayerischen Meisterschaft der Spielleute im Landesverband für Spielleutewesen in Bayern teilnehmen. Sie werden ihr Können mit anderen Zügen messen und wollen dabei eine gute Platzierung erspielen.

Deshalb beginnen die Spielleute ihre Vorbereitungen hierfür bereits im Frühjahr. Im Schieferpark Lehesten studierten sie am Probenwochenende das erste von zwei Stücken ein. Hierzu haben sie sich extra den Komponisten des Werkes „Kaskade“ eingeladen. Hermann Dirscherl erlernte mit den 50 Musikern das neue Stück und übte es bis ins kleinste Detail. Sie arbeiteten nicht nur an Rhythmik und Dynamik, sondern auch Artikulation und Ausdruck war der Arbeitsschwerpunkt bei dem neuen Stück. Vor allem der stufenartige Aufbau der einzelnen Motive fordert von den Musikern eine hohe Konzentration, was bestimmt auch ein Grund dafür ist, dass dieses Stück vom Schwierigkeitsgrad in der Oberstufe angesiedelt ist.

Während Dirscherl sich hauptsächlich um die Ausbildung der Flöten und Trommler kümmerte, erhielten die Fanfaren von ihrem langjährigen Dozenten Rainer Zips gesonderte Übungseinheiten. Er ging neben dem neuen Werk besonders auf Intonation, Spieltechnik und Tonbildung ein, um das Klangbild der Fanfaren zu verbessern.

Auch für das Standardrepertoire hatte Dirscherl ein paar Kompositionen im Gepäck dabei. Er spielte mit den Hofheimer Spielleuten drei Stücke an, von denen sich die Musiker in einer Abstimmung für den kombinierten Marsch „Fit for Fun“ entschieden haben. Diesen werden sie im Laufe des Jahres in ihr Repertoire einbauen und zu Gehör bringen.

Die Fahnenschwinger hatten mit Pascal Wilczek, René Dölz und Ronny Wilczek von der Fahnengarde Vogtland e.V. fachkundige Dozenten zur Seite, die ihnen mit vielen Tipps und Tricks zu Rate standen. Hauptaugenmerk für die Fahnenschwinger waren die neuen Wurffiguren, die sie erlernten und sich freuen diese am Tag der offenen Tür am 14.04.2019 erstmalig zu präsentieren.

In diesem Jahr durfte auch wieder der Nachwuchs mit zum Probenwochenende. Sie haben die Stücke intensiviert, die sie mit dem Jugendzug am Tag der offenen Tür vortragen dürfen. Von den externen Dozenten Dirscherl und Zips haben sie viel gelernt und ein paar Tipps zu ihrem Spiel bekommen. Ebenso erhielten die Kinder wieder eine Einheit mit den Grundlagen beim Marschieren, damit sie auf ihre baldige Aufgabe im Hauptzug vorbereitet werden. Das Freizeitprogramm für den Nachwuchs führte sie dieses Mal um den malerischen Schiefersee. Hier konnten sie die Natur bewundern und Schiefertafeln sammeln, die sie sofort bemalten und als Erinnerung mit nach Hause nehmen konnten.

Auch die „Großen“ haben unter der Leitung von Oberstleutnant a.D. Jürgen Bereiter ihre Marschkenntnisse aufgefrischt und kleine Unstimmigkeiten, die sich unterm Jahr eingeschlichen haben, korrigiert. Dies ist eine wichtige Grundlage für den Auftritt bei der Marschparade „Gordons on Parade“ in Fulda, an dem der Fanfaren- und Spielmannszug Hofheim vom 31.05.-01.06.2019 auf Schloss Fasanerie mit einer kleinen Show teilnehmen wird.

Zum krönenden Abschluss des Probenwochenendes spielte der Hauptzug zusammen mit dem Nachwuchs ein gemeinsames Konzertstück. Hier konnten die „Kleinen“ das Feeling der „Großen“ kennen lernen und hatten sehr viel Spaß dabei.

Bericht: Silke Johanni

Bilder: Dominic Johanni

Bayerische Meisterschaft Furth i. Wald

Hofheimer Spielleute bleiben auf dem Erfolgskurs

Der Fanfaren- und Spielmannszug Hofheim nahm an der 21. Bayerischen Meisterschaft des Landesverbandes für Spielmannswesen in Bayern als einer von 14 Spielmannszügen mit insgesamt ca. 700 Musikern aus ganz Bayern teil

Bereits um 05:30 Uhr machten sich die 40 Spielleute auf den Weg in die Stadt des Drachenstichs nach Furth im Wald, denn schon um 09:40 Uhr hatten sie ihre erste Wertung im Konzert zu spielen. Direkt nach ihrer Ankunft spielten sich die Bläser kurz ein und das Schlagwerk baute alles nötige für die Wertung im Konzert auf. Mit weiteren fünf Fanfaren- und Spielmannszügen maßen sich die Hofheimer Spielleute in der „Königsdisziplin“, die gemischte Besetzung. Unter ihnen auch der amtierende Deutsche Meister „Grenzfähnlein“ Furth im Wald. Als Deutscher Vizemeister galten die Hofheimer unter den anderen Vereinen auch als einer der Favoriten für den Titel des Bayerischen Meisters. Wie bereits in Chemnitz bei der Deutschen Meisterschaft spielten sie wieder „Big Fun“ von Herrmann Dirscherl und „Veste Coburg“ von Christoph Ahlemeyer. Beide Komponisten waren in Furth im Wald auch vor Ort und hörten die Hofheimer Spielleute mit ihren Kompositionen und wurden nicht enttäuscht, denn die Darbietung übertraf die Wertung der Deutschen Meisterschaft.

Den Nachmittag verbrachten die Spielleute mit dem Zuhören bei den Wertungsspielen der anderen Kategorien und mit einer Führung durch die Further Felsengänge, die viele begeisterte.

Am späten Nachmittag hieß es noch einmal „Antreten“. Gemeinsam mit vier weiteren Spielmanns- und Musikzügen maßen sich die Hofheimer auch im Marschieren. Als letzte Gruppe des heutigen Tages traten sie zur Wertung an. Hier wurde viel Wert auf die Optik und Genauigkeit gelegt. Nicht nur der Gleichschritt, sondern auch gleichmäßige Aufnahme der Instrumente, Anhalten und exakte Schwenkungen sowie Intonation, Dynamik und die Musik wurde bewertet. Auch hier legte der Fanfaren- und Spielmannszug Hofheim ein gutes Bild ab und erntete viel Beifall von Zuschauern und Konkurrenz.

Am Abend stand die feierliche Siegerehrung in der Drachenstichfesthalle auf dem Plan. Nach ein paar Musikalischen Einlagen des anwesenden Spielmannszuges aus Beyharting marschierte die Fahnenabordnung aller Teilnehmer der 21. Bayerischen Meisterschaft der Spielleute des LSW Bayern ein. Zu Beginn bemerkte der Further Bürgermeister Sandro Bauer „Die Musik spielt in Bayern“ und bemerkte zu Recht, dass alle Finalteilnehmer der Deutschen Meisterschaft aus Bayern kamen und bei der Bayerischen Meisterschaft in Furth im Wald wieder aufeinander tra

fen. Die Finalteilnehmer der Deutschen Meisterschaft kamen auch alle mit einem Titel nach Furth.

So traten die „Fränkischen Herolde“ Neubrunn als Deutscher Meister in der Fanfarenklasse an, der Spielmanns- und Fanfarenzug „Grenzfähnlein“ Furth im Wald als Deutscher Meister in der gemischten Besetzung, sowie der Fanfaren- und Spielmannszug Hofheim als deutscher Vizemeister in der gemischten Besetzung. Groß war daher die Spannung bei allen anwesenden Spielleuten bei der Siegerehrung.

Der Vorsitzende des Landesverbandes für Spielmannswesen in Bayern Franz Kleisinger sprach den teilnehmenden Spielleuten großen Respekt für ihre geleistete Qualität und Engagement aus, die durch die sehr gute Leistung bei diesem Wettbewerb belegt wurde. Der Fanfaren- und Spielmannszug Hofheim konnte auch bayernweit seinen 2. Platz verteidigen und musste sich nur dem deutschen Meister Spielmanns- und Fanfarenzug „Grenzfähnlein“ Furth im Wald geschlagen geben. Die Hofheimer erreichten mit 83 Punkten das Prädikat „sehr gut“ und ließen den Kolpingspielmannszug Oberviechtach, Stadtspielmannszug Viechtach, Spielmanns- und Fanfarenzug Bad Windsheim und den Spielmannszug TSV Gersthofen in der Wertung hinter sich.

In der Marschwertung war das Feld eng beieinander und es ging hier nur um Kleinigkeiten, denn alle Teilnehmer erhielten das Prädikat „hervorragend“. So lagen alle Teilnehmer nur 1 Punkt auseinander. Der Bayerische Meister im Marschieren bleibt der unumstrittene Favorit der Moderne Spielmanns- und Fanfarenzug  Retzbach mit 93,67 Punkten gefolgt vom Spielmannszug Rosenheim und dem Spielmanns- und Fanfarenzug Beyharting. Den vierten Platz belegten mit Punktgleichheit und nur drei Punkten Rückstand zum Bayerischen Meister mit 90,67 Punkten und dem Prädikat „hervorragend“ der Fanfaren- und Spielmannszug Hofheim sowie der Moderne Musikzug Amorbach.

Nach der Siegerehrung spielte der Moderne Spielmanns- und Fanfarenzug Retzbach in der Festhalle ein paar Stücke und sorgten für Partystimmung. Alle anwesenden Spielleute der verschiedenen Vereine feierten gemeinsam wie eine große Familie.

Auf der Heimfahrt feierten die Hofheimer Spielleute gebührend ihren Erfolg und freuten sich, dass das harte Proben der letzten Wochen sich bezahlt gemacht hat und sogar noch eine Steigerung zur Deutschen Meisterschaft erreicht wurde.


Bericht: Silke Johanni

Chemnitz – Dt. Musikfest

Musik soweit die Ohren hören
Fanfaren- und Spielmannszug Hofheim kehrt mit Titel vom deutschen Musikfest mit Deutschen Meisterschaften zurück

Ein musikalisches Erlebnis der ganz besonderen Art erfuhren die
Hofheimer Spielleute beim 5. Deutschen Musikfest in Chemnitz. Sie
waren ein Teil von 15.000 Musikern die in der Zeit vom 09.-12. Mai in der Hauptstadt der Musik 2013 zu Gast waren. 150.000 Zuschauer zog es an diesem Wochenende in die Stadt um ein Teil der großen Musikerfamilie zu sein. Das Deutsche Musikfest wird alle sechs Jahre in einer Deutschen Stadt, zuletzt 2007 in Würzburg, ausgerichtet. Der Fanfaren- und Spielmannszug Hofheim nahm bisher an allen fünf großen Deutschen Musikfesten teil und es ist wieder ein großes Erlebnis für sie gewesen. Denn erstmals in der Vereinsgeschichte
nahmen sie an der Deutschen Meisterschaft der Spielleute teil und
maßen sich im Marschieren und Konzertanten Spiel mit anderen
Spielmannszügen aus ganz Deutschland.

Bereits am Freitag nach der Anreise  hatten die Hofheimer Spielleute ein großes Programm zur Auswahl. In der ganzen Stadt waren Platzkonzerte geboten denen die Spielleute lauschen konnten. So zog es einige Hofheimer zu dem Platzkonzert des befreundeten Kolping-Spielmannszug Oberviechtach. Ebenso ein gut besuchter Programmpunkt war die Chemnitzer Klangnacht am Rathaus, wo die Musik durch eine Licht-Video-Klang- Performance präsentiert wurde. Hier stießen die Musiker vom Jugendblasorchester des Nordbayerischen Musikbundes auf
große Begeisterung und ernteten viel Beifall. Auch auf der Musikfachmesse wurden so einige Hofheimer Spielleute
inspiriert und ließen die Neuerungen auf sich wirken und so manch einer ergatterte das Ein- oder Andere Schnäppchen.

Am Samstag wurde es ernst für die Musiker des Fanfaren- und
Spielmannszug Hofheim. Die erste Wertung bei der Deutschen
Meisterschaft der Spielleute stand auf dem Programm.

Nach einer kurzen Generalprobe an der Unterkunft ging es für sie zum Theaterplatz zur Marschwertung. Beim Zusehen der Konkurrenz stieg die Nervosität der einzelnen Spielleute gewaltig. Jeder hoffte keine Fehler zu machen und wünschte sich, dass die Arbeit der letzten Wochen nicht um sonst waren.

„Spielmannszug antreten“ befahl der Stabführer Rainer Stark und alle taten wie ihnen befohlen. Voller Konzentration stellten sich die 36
gemeldeten Musiker in ihre Formation. Der Hofheimer Klangkörper wurde angekündigt und die Zuschauer staunten nicht schlecht,
was diese Musiker schon alles erlebt und wo sie gespielt hatten. Jetzt
heißt es keine Fehler machen und durch den Parcours marschieren, wie es ihnen von ihrem Marschtrainer Oberstleutnant a.d. Jürgen Bereiter eingetrichtert wurde. Die hochkarätige internationale Jury der World Association of Marching Show Bands (WamsB) beäugte sie dabei mit kritischem Blick. Mit „In die weite Welt“ und „Fanfaren voran“ bewältigen sie den Parcours in ihrer Bestleistung, was die Zuschauer mit großem Beifall belohnten. Die große Last ist anschließend von den Schultern gefallen und die Spielleute
brachen in Freudentränen aus. Am späten Nachmittag hieß es wieder
volle Konzentration bei der Konzertwertung. Mit „Big Fun“ von Hermann Dirscherl und „Veste Coburg“ von Christoph Ahlemeyer traten sie vor die Jury, der kein Fehler entging. Die Nervosität war ihnen deutlich anzumerken, dennoch gaben die Hofheimer Spielleute ihr Bestes.

Am Abend zog es die Musiker wieder in die Stadt zum Konzert der Big Band der Bundeswehr bevor die Spielleute geschlossen zur Wertungsbekanntgabe gingen. Bis zur endgültigen Auswertung feierten alle teilnehmenden Spielleute aus ganz Deutschland gemeinsam. Es machte sich Stadionstimmung breit. Gemeinschaftliche Gesänge und Anfeuerungsrufe verbanden die Konkurrenten und Freunde miteinander und verkürzten das
Warten auf die Ergebnisse. „Ein unvergessliches Erlebnis“ sagten die
Hofheimer Spielleute, die an diesem Tag ihre Wertung noch nicht erhalten sollten, denn die Plätze 1-2 wurden erst am nächsten Tag in einer feierlichen Preisträgergala verkündet.

Das Ergebnis der Marschwertung wurde auch erst am Sonntagvormittag mitgeteilt. Nur knapp verpassten sie
die Top10 von ganz Deutschland und landeten auf Platz 11. Die feierliche Preisträgergala der Spielleute wurde musikalisch umrahmt von dem Spielmannszug Südlohn und dem Bundesnaturtonorchester die auch die Preisträgertitel des Kompositionswettbewerbs „Saharah“ von Christoph Ahlemeyer und „Kampf des Tigers“ von Hermann Dirscherl vorstellten. Der Fanfaren- und Spielmannszug Hofheim i. UFr. erreicht in der Kategorie A5 gemischte Besetzung den 2. Platz und darf sich nun Deutscher Vizemeister in dieser  Kategorie für 3 Jahre nennen. Deutscher Meister in dieser Kategorie  ist der Spielmannszug- und Fanfarenzug „Grenzfähnlein“ Furth im
Wald auf den die Hofheimer Spielleute bei der Bayerischen  Meisterschaft des Landesverbandes für Spielleute Anfang Juni wieder treffen wird.

Am Nachmittag fand der Höhepunkt des ganzen Musikfestes statt. Der Gemeinschaftschor mit über 3000 Musikern auf dem Theaterplatz. Ein grandioser Klang den das gewaltige
Massenorchester zum Abschluss der Veranstaltung den Zuschauern und Teilnehmer bot. Auch der bekannte Musikergruß mit den erhobenen Instrumenten zeigt, dass Musik verbindet. Anschließend zogen die Orchester und Spielmannszüge gemeinsam durch die Straßen von Chemnitz um sich von den Zuschauern mit einem großen Festzug zu verabschieden. Eine besonders große Ehre war es für die Musiker des Fanfaren- und Spielmannszuges Hofheim i. UFr. an der Spitze des Zuges vom Deutschen Musikfest zu marschieren und den Ehrengästen den Marsch zu blasen.

Zum Dank für die Geduld mit den Spielleuten, überreichten sie ihrem  Marschtrainer Jürgen Bereiter einen Oskar und ihrem musikalischen Leiter Rainer Stark einen selbst   ebauten Tambourstab mit Widmung zum Deutschen Musikfest. Beide freuten sich über die Überraschung und bedankten sich bei ihren Spielleuten für ihr Engagement und Probenfleiß.

Am Sonntagabend kehrte der Fanfaren- und Spielmannszug Hofheim  i. UFr. als amtierender Vizemeister nach Hause zurück und wurde dort von den Angehörigen mit Freude empfangen.

An diesem Wochenende stand für die Hofheimer Spielleute die Musik ganz hoch im Kurs, aber auch Freundschaften mit anderen Vereinen  konnten geknüpft und alte Freunde wieder gesehen werden. Musik ist die beste Verbindung zwischen Menschen um auf weite Distanzen  Freundschaften zu schließen und zu erhalten, das erfuhren die Hofheimer Spielleute auch wieder beim Deutschen Musikfest 2013 und freuen sich schon auf das nächste Deutsche Musikfest im Jahr 2019.


Bericht: Silke Johanni
Fotos: Spielleute