Mit dem „Gröninger Herold“ eröffnete der Fanfarenzug die festliche Weihnachtsfeier der Spielleute. Vorsitzender Bernd Werner begrüßte die Gäste mit Stolz und Dank für die Titel bei Deutscher und Bayerischer Meisterschaft und mahnte zugleich, den Weg konsequent weiterzugehen. „Wer aber ohne Wurzeln ist, wird zum Spielball des Windes“, erinnerte er an die Bedeutung von Herkunft und Zusammenhalt. Sein Dank galt auch der Stadt Hofheim, deren Unterstützung – besonders bei der Deutschen Meisterschaft in Ulm – einen großen Motivationsschub brachte.
Stadträtin Julitta Ott, selbsternannter größter Fan, zeigte sich begeistert von der Fähigkeit des Vereins, Musiker wie Publikum gleichermaßen zu berühren. „Ihr seid der musikalische Zenit und berührt mich immer im Herzen“, betonte sie stellvertretend für den Stolz der Stadt.
Die erste Programmhälfte gestaltete der Jugendzug unter der Leitung von Silke Johanni mit Weihnachtsliedern und einem Medley aus „Die Eiskönigin“. Eine nachdenkliche weihnachtliche Lesung zum Thema „Flüchtlinge“ von Luitgart Klarmann ergänzte den ersten Teil. Ihren ersten Auftritt absolvierten Leonie Wambach, Matilda Metzger, Bianca Gräf und Martin Kell, die dafür die grüne Vereinsnadel erhielten.
Vor dem humorvollen Jahresrückblick von Susanne Bravo und Bernhard Streck erklang die „Berlin-Fanfare“ vom Fanfarenzug. Der Spielmannszug setzte unter Toni Urbanski mit „Perfect“ und „I’d Do Anything for Love“ moderne Akzente.
Die Ehrungen nahmen Bernd Werner und Manuel Gumpert gemeinsam mit Andrea Echaniz-Gerhard vom Nordbayerischen Musikbund vor. Für zehn Jahre wurden Vanessa Barth, Susanne Bravo, Maximilian Gumpert, Johanna Schmitt und Amelie Werner mit Bronze geehrt. Silber erhielten Johanna Wildanger und Dr. Jasmin Kneuer. Martina Werner wurde für 30 Jahre zur Ehrenspielfrau ernannt und für 40 Jahre mit Gold ausgezeichnet. Für 50 Jahre erhielten Alois Schunk und Sabine Werthmann die höchste Auszeichnung. „Der Spielmannszug ist meine Familie“, bedankte sich Sabine Werthmann unter großem Applaus. Dominic Johanni überreichte zudem Chantal Braun und Manuel Gumpert für sieben Jahre das Fahnenschwinger-Abzeichen in Bronze des Landesverbandes für Fahnenschwinger Baden-Würrtemberg.
Den Abschluss bildeten eine heitere Weihnachtsgeschichte von Bernd Werner über die „Jagd nach dem perfekten Weihnachtsbraten“ und traditionelle Lieder des Blechbläserensembles.
Bericht: Silke Johanni
Bild: Dominic Johanni



Brehm legten an diesem Wochenende ihre Musikerleistungsprüfung D1 – Bronze ab. Sie stellten sich souverän ihren Prüfern und bewiesen ihr Können auf der Spielmannsflöte. Sie spielten die vorbereiteten Stücke und Tonleitern vor und achteten dabei akribisch auf die Dynamik, Artikulation, Intonation und Ausdruck. Einige Wochen zuvor legten die Prüflinge bereits ihre Theorieprüfung erfolgreich ab. Am Ende konnten sie aufatmen und hielten ihre Urkunden und Abzeichen Freudestrahlend in den Händen.
Paulina Gumpert legte ein paar Wochen später auf der Fanfare ihre D2- Silber Prüfung ab und überzeugte in der Praxis ihre Prüfer mit der Note 1,0. Sie musste sich unter anderem der Herausforderung stellen, neben den vorbereiteten Stücken und Intervallen sowie Naturtonreihe auch ein unbekanntes Stück vorzutragen, was sie alles mit Bravour meisterte.
Bei Sonnenschein und angenehmen Frühlingstemperaturen traf sich der Fanfaren- und Spielmannszug Hofheim auch in diesem Jahr zu einem intensiven Marschlehrgang.
Wieder mit dabei- Dieter Buschau, stellvertretender Musikdirektor für Spielleute beim Bund Deutscher Musikverbände (BDMV) zuständig für Marsch und Show.
Auch die Fahnenschwinger erhielten wertvolle Unterstützung: Pascal und Paul von der
Alvei“ von Dr. Christian Bäuml. Das Stück soll das Leben auf der Burg hörbar machen und ist von der Bettenburg, dem Wahrzeichen der Haßberge, inspiriert. Auch das zweite Stück, „Der Schatz des Leprechaun“ von Christoph Ahlemeyer, das der irischen Legende des kleinen Trolls gewidmet ist, der am Ende des Regenbogens mit seinem Goldschatz sitzt, hat noch einige Herausforderungen gebracht. Vielleicht versteckt er sich ja auch im Landschaftsgarten der Bettenburg.
Nach einem gemeinsamen Frühstück am Sonntag widmeten sich die älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Abschlussprobe. Mit viel Motivation und neuem Input sind die Mädchen und Jungen nun für die letzte Phase der Vorbereitung bereit.
Die erste Hälfte des Programms wurde vom Jugendzug musikalisch umrahmt. So erklangen „Oh du fröhliche“, „Santa Claus is coming to town“ und eine „lustige Schlittenfahrt“. Ausbildungsleiterin Silke Johanni betonte, dass in diesem Jahr 16 neue Musiker und Fahnenschwinger angefangen haben und auch an diesem Tag mit auf der Bühne standen.
Im zweiten Teil erklangen vom Spielmannszug „Carol of the bells“ und „Beauty and the Beast“ und verzauberte das Publikum. Auch das Blechbläserensemble lud zum Mitsingen traditioneller Weihnachtslieder ein und schloss die feierliche Veranstaltung.
Bei den Schnupperproben über die Sommerferien haben sich die neuen Spielleute kennengelernt und sind bereits zu einer tollen Gruppe zusammen gewachsen sowie die ersten Schritte auf ihrem Instrument bzw. an der Fahne gemacht. Nach den Schnupperproben startet der Nachwuchs mit seinen Ausbilder voll durch.
Im Fokus stand dann vor allem das Element der Schwenkung. Doch auch Punkte, wie die Verjüngung (Reduktion von Vierer- auf Zweierreihen) nahm der Verein in Angriff. Alte Kenntnisse wurden somit gefestigt, aber auch Neuerungen eingeführt, durch die das Auftreten der Gruppe verbessert wird.
Eine Olympiade mit unterschiedlichen Spielen wie Tic Tac Toe und verschiedenen Geschicklichkeitsspielen schweißte die jungen Musiker zusammen. Den Abend ließen sie mit einer DVD, Bastelaktion oder einer Runde Werwolf ausklingen, bevor alle im Proberaum übernachteten.
die Schwierigkeiten ein. In Serengeti ging es bereits um den Feinschliff und Ausbessern von kleinen Fehlern. Das neue Stück dagegen forderte etwas mehr Konzentration, da es für die meisten Musiker die ersten Berührungen mit einem 6/8 Takt waren. Doch die ersten Schwierigkeiten waren schnell überwunden, sodass man hier schnell den irischen Charakter erkennen konnte.
Die Premiere der beiden Wertungsstücke soll bereits am musikalischen Familiennachmittag der Spielleute am 05.05.2024 stattfinden. Bis dahin werden die jungen Musiker noch an den Feinheiten arbeiten und fiebern schon aufgeregt auf die beiden Auftritte hin.
