Die Jahreshauptversammlung der Hofheimer Spielleute war gut besucht und geprägt von Rückblick, Ehrungen und einem bedeutenden Führungswechsel. Vorsitzender Bernd Werner würdigte ein äußerst erfolgreiches Jahr mit starken Ergebnissen bei den Deutschen und Bayerischen Meisterschaften von Haupt- und Jugendzug. Sein Dank galt allen Aktiven für die geschlossene Mannschaftsleistung. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung der Nachwuchsarbeit und die Integration junger Spielleute. Positiv wurde auch die neue Schneiderin der Uniformen erwähnt.
Kassier Michael Hümpfner berichtete von soliden Finanzen und hob die Investitionen in Fortbildungen hervor. Die musikalischen Leiter Toni Urbanski und Silke Johanni unterstrichen ebenfalls die guten Erfolge und appellierten an Zuverlässigkeit bei Proben und Auftritten, um das hohe Niveau zu halten und zu verbessern. Johanni erläuterte zudem den großen Mehrwert des Jugendzuges. Erfolgreiche Leistungsprüfungen legten Mia Brehm und Matilda Metzger (Bronze) sowie Paulina Gumpert mit Bestnote in Silber ab.
Für 2026 sind ein Probenwochenende in der Musikakademie Hammelburg, zahlreiche Umzüge, Konzerte, eine Serenade bei der Heimatkapelle Michelau, ein Besuch bei den befreundeten „MUSAS“ in Seevetal sowie ein Tag der offenen Tür am 26.4.26 geplant. Ein neuer Ausbildungskurs startet im Sommer.
Für langjährige Treue wurden Hannelore Hellfeier (40 Jahre Gesamtmitgliedschaft) und Andreas Vogel (40 Jahre aktiv) ausgezeichnet. Emotionaler Höhepunkt war die Abschiedsrede von Bernd Werner, der nach 34 Jahren im Vorstand Standing Ovations erhielt. Bürgermeister Alexander Bergmann und Marco Wolf würdigten ebenfalls seine Verdienste, bevor sein Nachfolger Manuel Gumpert ihn zum Ehrenvorsitzenden ernannte.
Die neue Vorstandschaft setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Manuel Gumpert, stellv. Vorsitzender Wilhelm Ehrlinger, Schriftführerin Selina Hauck, Kassier Michael Hümpfner, Organisator für interne Veranstaltungen Thomas Nicklaus, Beauftragter für Uniformen, Technik und Instrumente Michael Lemmer, Beisitzer, Katharina Pendic, Andreas Barth, Carolin Imhof, Kassenprüfer Christine Werner und Henning Thunrey.
Zum Abschluss wünschte er sich, die Erfolgsgeschichte der Spielleute gemeinsam fortzuschreiben.


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Bericht: Silke Johanni
Bild: Chantal Braun, Dominic Johanni


Brehm legten an diesem Wochenende ihre Musikerleistungsprüfung D1 – Bronze ab. Sie stellten sich souverän ihren Prüfern und bewiesen ihr Können auf der Spielmannsflöte. Sie spielten die vorbereiteten Stücke und Tonleitern vor und achteten dabei akribisch auf die Dynamik, Artikulation, Intonation und Ausdruck. Einige Wochen zuvor legten die Prüflinge bereits ihre Theorieprüfung erfolgreich ab. Am Ende konnten sie aufatmen und hielten ihre Urkunden und Abzeichen Freudestrahlend in den Händen.
Paulina Gumpert legte ein paar Wochen später auf der Fanfare ihre D2- Silber Prüfung ab und überzeugte in der Praxis ihre Prüfer mit der Note 1,0. Sie musste sich unter anderem der Herausforderung stellen, neben den vorbereiteten Stücken und Intervallen sowie Naturtonreihe auch ein unbekanntes Stück vorzutragen, was sie alles mit Bravour meisterte.
Bei Sonnenschein und angenehmen Frühlingstemperaturen traf sich der Fanfaren- und Spielmannszug Hofheim auch in diesem Jahr zu einem intensiven Marschlehrgang.
Wieder mit dabei- Dieter Buschau, stellvertretender Musikdirektor für Spielleute beim Bund Deutscher Musikverbände (BDMV) zuständig für Marsch und Show.
Alvei“ von Dr. Christian Bäuml. Das Stück soll das Leben auf der Burg hörbar machen und ist von der Bettenburg, dem Wahrzeichen der Haßberge, inspiriert. Auch das zweite Stück, „Der Schatz des Leprechaun“ von Christoph Ahlemeyer, das der irischen Legende des kleinen Trolls gewidmet ist, der am Ende des Regenbogens mit seinem Goldschatz sitzt, hat noch einige Herausforderungen gebracht. Vielleicht versteckt er sich ja auch im Landschaftsgarten der Bettenburg.
Nach einem gemeinsamen Frühstück am Sonntag widmeten sich die älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Abschlussprobe. Mit viel Motivation und neuem Input sind die Mädchen und Jungen nun für die letzte Phase der Vorbereitung bereit.
Bei den Schnupperproben über die Sommerferien haben sich die neuen Spielleute kennengelernt und sind bereits zu einer tollen Gruppe zusammen gewachsen sowie die ersten Schritte auf ihrem Instrument bzw. an der Fahne gemacht. Nach den Schnupperproben startet der Nachwuchs mit seinen Ausbilder voll durch.
Im Fokus stand dann vor allem das Element der Schwenkung. Doch auch Punkte, wie die Verjüngung (Reduktion von Vierer- auf Zweierreihen) nahm der Verein in Angriff. Alte Kenntnisse wurden somit gefestigt, aber auch Neuerungen eingeführt, durch die das Auftreten der Gruppe verbessert wird.
Eine Olympiade mit unterschiedlichen Spielen wie Tic Tac Toe und verschiedenen Geschicklichkeitsspielen schweißte die jungen Musiker zusammen. Den Abend ließen sie mit einer DVD, Bastelaktion oder einer Runde Werwolf ausklingen, bevor alle im Proberaum übernachteten.
die Schwierigkeiten ein. In Serengeti ging es bereits um den Feinschliff und Ausbessern von kleinen Fehlern. Das neue Stück dagegen forderte etwas mehr Konzentration, da es für die meisten Musiker die ersten Berührungen mit einem 6/8 Takt waren. Doch die ersten Schwierigkeiten waren schnell überwunden, sodass man hier schnell den irischen Charakter erkennen konnte.
Die Premiere der beiden Wertungsstücke soll bereits am musikalischen Familiennachmittag der Spielleute am 05.05.2024 stattfinden. Bis dahin werden die jungen Musiker noch an den Feinheiten arbeiten und fiebern schon aufgeregt auf die beiden Auftritte hin.
